Fotos Website das dinner1 1Gemeinsam mit Aktivist*innen von Göttingen Postkolonial, dem Netzwerk Dekolnordwest und Vielfalt Afrika in Hannover e.V.  haben wir „Das.Dinner – ein dekoloniales Tischgespräch“ entwickelt. Hier geht es darum, die Spuren und Auswirkungen des Kolonialismus in unserer Gesellschaft zu entdecken und besser zu verstehen. Unsere interaktive Ausstellung lädt dazu ein, auf spannende Weise in dieses Thema einzutauchen und sich auszutauschen. Sie besteht aus einer großen Tischdecke, die jetzt kostenlos ausleihbar ist!

 

Worum geht’s? In Niedersachsen und darüber hinaus sind koloniale Kontinuitäten überall sichtbar – wenn man genauer hinschaut. Diese Ausstellung hilft dabei, zu erkennen, wie Macht und Gewalt aus kolonialen Strukturen bis heute in wirksam sind. Dabei geht es nicht nur um harte Fakten: Unsere Ausstellung gibt auch Einblicke in Geschichten von Widerstandskämpfer*innen und aktuelle Perspektiven von Aktivist*innen. Eine sechs Meter lange, interaktive Tischdecke macht diese Themen auf anschauliche Weise erfahrbar. Mehr dazu findet ihr weiter nach unten scrollt.

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Diese Ausstellung soll dazu beitragen, das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge zu vertiefen. Wir möchten anregen, sich mit der gemeinsamen Verantwortung auseinanderzusetzen, die wir als Gesellschaft für die Aufarbeitung und Veränderung kolonialer Strukturen tragen. Die Ausstellung lädt alle Besucher*innen ein, Teil dieses wichtigen Dialogs zu werden und gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir eine gerechtere Welt gestalten können.

Austellungsverleih

Die Ausstellung besteht aus einem sechs Meter langen und einem Meter breiten bedruckten Tischtuch. Es passt damit z.B. gut auf Standard-Tapeziertische. Es kann im Freien, z. B. bei Stadtfesten, oder in Innenräumen genutzt werden. Das Tuch kann kostenfrei ausgeliehen werden und wird im Paket per Post verschickt. 

Bei Fragen rund um die Ausleihe und Nutzung, rufen Sie uns gerne an!

Tel. 0511-391650

Ausstellungskonzeption/Gestaltung:

Patricia Vester @patricia.vester.illustrations / Grit Schmiedl www.otyp.de

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Wie in vielen Städten setzen sich lokale Initiativen für ein breiteres Bewusstsein über koloniale Erinnerungsorte in ihren Städten ein. Wie in Göttingen, hier machten  lokale Aktivist*innen gemeinsam mit Aktivist*innen aus Namibia auf die kritische Erinnerung an den Völkermord an den Ovaherero und Namas in Deutschland aufmerksam.

 

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Wilhelmsplatz Göttingen: Wen wollen wir in unserer Gesellschaft ehren und an wen öffentlich erinnern? In Göttingen haben Aktivist*innen auf diese zentrale Frage aufmerksam gemacht. Sie schufen eine Installation, um den Philosophen Anton Wilhelm Amo zu würdigen.

 

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 CC BY-NC-ND 4.0 (Katapult-Magazin gGmbH, „Der ignorierte Konflikt“ 2019) -  In den europäischen Medien wird der Krieg in Kamerun kaum beachtet, obwohl seine Wurzeln bis in die deutsche Kolonialzeit reichen. Das englischsprachige Südkamerun, einst durch den deutschen, französischen und britischen Kolonialismus geformt, kämpft heute unter dem Namen „Ambazonien“ für seine Unabhängigkeit.

 

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Die Umschlaganlage Voslapper Groden wurde 2022 zum LNG-Terminal Wilhelmshaven ausgebaut. Die Aufnahme zeigt den Bereich im Jahr 2012, als die Anlage noch nicht für LNG-Nutzung umgerüstet war. (CC-BY-SA 2.0 - Commons. Wikimedia, Ra Boe)

 

Der Jadebusen und die Küste Wilhelmshavens sind weniger Natur als vielmehr das Produkt von menschlichem Handeln. Als Kriegshafen und Marinestandort hat Wilhelmshaven enge Verbindungen zum Kolonialismus: Hier wurden zum Beispiel Soldaten verabschiedet, die dann die Aufstände in den kolonisierten Gebieten brutal niederschlugen.

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Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist tief in kolonialen Strukturen verwurzelt, die heute noch die Verteilung von Wohlstand, Warenproduktion und Ressourcenverbrauch bestimmen. Länder des Globalen Südens exportieren vorwiegend unverarbeitete Rohstoffe, während Länder des Globalen Nordens diese Ressourcen nutzen, verarbeiten und wirtschaftlich davon profitieren. Diese ungleichen Handelsstrukturen haben ihren Ursprung in der Kolonial- und Imperialzeit und wurden selbst nach der Unabhängigkeit der Kolonialgebiete weitgehend beibehalten. Noch heute prägen diese Strukturen die Produktion alltäglicher Konsumgüter wie Kaffee, Kleidung und Elektronik.

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