PrinzipienAuch der Faire Handel kann nicht ohne Standards funktionieren. Sie sind allerdings nicht gesetzlich festgeschrieben, wie das beispielsweise im Bio-Bereich der Fall ist. Dies erklärt auch die Vielzahl an Siegeln und Labels, die sich unabhängig voneinander entwickelt haben. Insgesamt beschreiben die Fair-Handels-Standards soziale, ökonomische und ökologische Kriterien für faire Produktion und Vermarktung.

Garantierter Mindestpreis

Ein wichtiges Kriterium im Fairen Handel ist der Mindestpreis, der - ungeachtet von Schwankungen im Weltmarkt - den Produzierenden Planungssicherheit gibt.

Langfristige und möglichst direkte Handelbeziehungen

Fairer Handel heißt aber sehr viel mehr: Es gelten partnerschaftliche Prinzipien wie z.B. langfristige und möglichst direkte Handelsbeziehungen. Auch dies sorgt für finanzielle Sicherheit in den produzierenden Ländern. Bei Bedarf erhalten Produzent*innen-Organistaionen schon vor der Lieferung eine Anzahlung, die so genannte Vorfinanzierung.

Förderung von Frauen und Mädchen

Der Faire Handel fördert die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen. Er will ihnen Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Bildung, Land, Krediten oder einem eigenen Einkommen ermöglichen. Auch sichert der Faire Handel die Rechte von Kindern. So sind ausbeuterische Kinderarbeit ebenso verboten wie Zwangsarbeit.

Einhaltung sozialer Arbeitsstandards

Hinzu kommt die Einhaltung grundlegender sozialer Standards: Angestellte auf Plantagen und in Fabriken erhalten eine angemessene Bezahlung und profitieren unter anderem von Schutzkleidung.

Förderung der Umstellung auf Bio-Landbau

Nicht zuletzt wird auch die Umstellung auf biologische Landwirtschaft wird vom Fairen Handel unterstützt, z. B. durch die Zahlung einer Extraprämie.