Der Faire Handel ist eine weltweite Bewegung. Allein in Deutschland engagieren sich rund 100.000 Menschen für einen gerechteren Welthandel. Der Faire Handel ist damit die größte entwicklungspolitische Bewegung in Deutschland. 

Der Handel und Vertrieb von fair gehandelten Produkten ist dabei nur eine Säule des Fairen Handels. Die Fair-Handels-Akteure machen mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit die Idee des Fairen Handels vor Ort bekannter, z. B. einmal im Jahr mit der bundesweiten Fairen Woche.

Darüberhinaus besuchen sie Schulen, bieten Workshops, Seminare und Veranstaltungen an oder informieren bei konsumkritischen Stadtrundgängen über die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen von Konsum und Produktion.  Sie ermutigen somit Menschen sich kritisch mit dem eigenen Konsum zu beschäftigen und sich für veränderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Welthandels einzusetzen.

Der Faire Handel ist von Anfang an auch immer eine politische Bewegung gewesen. Mit seiner Kampagnen- und Lobbyarbeit setzt er sich daher dafür ein, dass die Rahmenbedingungen des Welthandels stärker an den Bedürfnissen der (Klein-)Produzent*innen sowie an sozialen und ökologischen Standards angepasst werden. So präsentieren die Weltläden jährlich am zweiten Samstag im Mai anlässlich des weltweiten World Fair Trade Day (in Deutschland: „Weltladentag“) öffentlichkeitswirksam politische Forderungen. Auch das Forum Fairer Handel führt immer wieder politische Kampagnen durch.