COP25 FlickrDie 25. UN-Klimakonferenz fand vom 2. bis zum 15. Dezember 2019 in Madrid statt. Die chilenische Präsidentschaft hat die Konferenz unter das Motto "Time for Action" gestellt. Wegen der Ausschreitungen im Land wurde die Konferenz kurzfristig nach Spanien verlegt. Die Staaten verhandelten vor allem über die Regeln zum weltweiten Handel mit CO2-Emissionszertifikaten. Außerdem ging es um die Schäden und Verluste durch den Klimawandel. Die Abschlusserklärung "Betont die Dringlichkeit ambitionierterer Pläne, die einen größtmöglichen Beitrag aller Parteien zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel gewährleisten“. Bis zur COP 26 in Glasgow sollen alle Vertragsstaaten überarbeitete Klimaschutzzusagen für das nächste Jahrzehnt sowie eine Langfriststrategie bis 2050 vorlegen. 

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): Die Ergebnisse seien leider den dringend nötigen Fortschritten beim Klimaschutz nicht gerecht geworden. Das erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze nach Abschluss harter Verhandlungen. Zur Berichterstattung des BMU

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie: Trotz zäher Verhandlungen gingen die Beschlüsse zur Ambitionssteigerung jedoch kaum über das hinaus, was bereits bei der Weltklimakonferenz in Paris 2015 vereinbart worden war. Ihre erste Analyse schlussfolgert, dass Madrid wieder einmal gezeigt hat, dass den konsensbasierten UN-Klimaverhandlungen deutliche Grenzen gesetzt sind. Zur Kurzanalyse vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Germanwatch: Das Ergebnis der Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid weist die Stärken und Schwächen des Pariser Klimaabkommens deutlich auf. Es zeigt, dass die Zeiten kosmetischer Klimapolitik vorbei sind, aber auch, dass deswegen der koordinierte Widerstand der Bremser wächst. Zur Analse von Germanwatch

Klimareporter: Im Licht der jüngsten Erkenntnisse der Klimaforschung war der Klimagipfel von Madrid ein Desaster, auch wenn das völlige Scheitern verhindert werden konnte. Die Blockade des internationalen Klimaschutzes kann nur durch Vorreiter aufgelöst werden, die ohne Rücksicht auf die fossilen Bremser vorangehen. Zur Berichterstattung von Klimareporter

 

 

Foto: UNclimatechange / Flickr