Die Bundesregierung hat die UN-Leitprinzipien mit dem sogenannten Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) im Dezember 2016 in Deutschland umgesetzt. Der NAP weist positive Ansätze und zeigt die Notwendigkeit des Themas auf. Der NAP äußert die Erwartung, dass alle deutschen Unternehmen ihre menschenrechtliche Verantwortung und Sorgfaltspflichten wahrnehmen. Ab 2018 ist eine Überprüfung der Umsetzung geplant. Durch die Verabschiedung des NAP werden Impulse gesetzt, die Unternehmen dazu bringen, sich mit dem Thema Wirtschaft und Menschenrechte zu beschäftigen – vorerst allerdings auf einer freiwilligen Basis. Genau hier möchte das Projekt ansetzen.

Andere Länder sind bei der Umsetzung gesetzlicher Sorgfaltspflichten für Unternehmen weiter: In Frankreich trat im März 2017 ein Gesetz in Kraft, dass Unternehmenen umfassende Sorgfaltspflichten vorschreibt - das sogenannte 'Loi de Vigilance'. Davon betroffen sind die 100 bis 150 größten Unternehmen, die fortan einen jährlichen Sorgfaltsplan erstellen, veröffentlichen und umsetzen müssen.

Einen Überblick zu Unternehmenshaftungen in anderen Ländern haben Germanwatch und das Cora-Netzwerk aufgearbeitet.

Auf der Website National Action Plans on Business and Human Rights finden Sie detaillierte Informationen und einen grafischen Überblick zur weltweiten NAP-Umsetzung .

Download: Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte