Um Menschenrechte in Lieferketten effektiver zu schützen, hat der UN-Menschenrechtsrat die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN Guiding Principles on Business and Human Rights) verabschiedet. 

Die UN-Leitprinzipien beruhen auf drei Säulen:

  • Staatliche Pflicht zum Schutz der Menschenrechte: Staaten sind völkerrechtlich verpflichtet, die Menschen „durch eine angemessene Politik, Regulierung und Rechtsprechung“ vor Menschenrechtsverstößen durch Unternehmen zu schützen. Die staatliche Schutzpflicht „liegt im Kern des internationalen Menschenrechtsregimes“
  • Unternehmensverantwortung zur Achtung der Menschenrechte: Unternehmen stehen in der Verantwortung, Menschenrechte zu achten, mögliche negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu beenden und zu beheben.
  • Zugang zu effektiven Rechtsmitteln: Als Teil ihrer Schutzverpflichtung müssen Staaten den Betroffenen von Menschenrechtsverstößen Zugang zu gerichtlichen und außergerichtlichen Mitteln verschaffen, damit wirtschaftsbezogene Menschenrechtsverstöße „untersucht, geahndet und wiedergutgemacht“ werden.

UN Leitprinzipien Säulen

Die UN-Leitprinzipien finden sich auch in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (siehe VEN-Weltwunder-Projekt) und den darin enthaltenden Globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, im Folgenden „SDGs“ genannt) wieder. Zum einen stellen die UN-Leitprinzipien einen Referenzrahmen für die Agenda 2030 dar. Zum anderen gibt es konkrete Anknüpfungspunkte in dem Ziel 8 („Menschenwürdige Arbeit für Alle“) und Ziel 12 („Nachhaltige Produktionsweisen“).