Anmerkung 2020 11 11 144914

Der AK Rohstoffe, ein Netzwerk deutscher NGOs, das sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz entlang metallisch-mineralischer Rohstofflieferketten einsetzt, veröffentlichte eine Papier mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung um die Rohstoffwende einzuleiten. "Die Zukunft verlangt einen politisch-kohärenten und global gerechten Umgang mit den Rohstoffen des Planeten, um eine Verschärfung der Klima-, Umwelt-, und Menschenrechtskrisen zu verhindern."

Beispielsweise gerieten durch die Corona-Krise viele  Arbeiter*innen im Globalen Süden durch Lohnausfälle in Existenznot und die Gefahr steigt, dass aufgrund des Preisdrucks Umwelt- und Sozialstandards weiter geschwächt werden. Daher fordert AK Rohstoffe unteranderem einen gesetzlichen Rahmen zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht, die Ausweitung der EU-Konflikt-Mineralien-Verordnung sowie die Senkung des absoluten Rohstoffverbrauchs auf ein nachhaltiges und damit global gerechtes Niveau. Auch der Schutz und die Stärkung der Rechte Betroffener des Rohstoffabbaus und speziell indigener Völker ist eine zentrale Forderung. Allen Betroffenen – den indigenen Völkern und den weiteren lokalen Gemeinschaften – sollte vor geplanten Abbauprojekten die Möglichkeit gegeben werden, ihr Vetorecht auszuüben. Letztendlich müsse das Ziel sein, eine global gerechte Handelspolitik im Einklang mit der Umwelt und den Menschenrechten zur Norm des globalen Wirtschaftens zu machen. 

Die Forderung können Sie hier herunterladen.