LogoCloud 09 12 2019Dezember 2019 - In den vergangenen Wochen wurden zunehmend Stimmen aus Politik und Wirtschaft für eine gesetzliche Regulierung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten lauter.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gaben bekannt, dass sie ein Lieferkettengesetz planen. Trotz des NAP-Monitorings soll an einem Gesetz gearbeitet werden. Im Rahmen des NAP-Monitoring wurde untersucht, ob und inwiefern deutsche Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bereits nachkommen. Von 3.000 angefragten Unternehmen haben lediglich 464 Unternehmen geantwortet. Von den teilnehmenden Unternehmen bestehen nur 20% das Monitoring.

Studie Respect for HR Snapshot German CompaniesIn den vergangenen Wochen sind mehrere Studien erschienen, die die Unternehmensperformance in Bezug auf Menschenrechte untersucht haben. Z. B. hat das Business & Human Rights Resource Centre (BHRRC) die Studie "Achtung Menschenrechte: Eine Kurzbewertung der größten deutschen Unternehmen" veröffentlicht. Laut Studie belegen 90% (18/20) der Unternehmen nicht ausreichend, wie sie mit ihren Menschenrechtsrisiken umgehen (menschenrechtliche Sorgfaltspflicht).

Lieferkettengesetz Motiv Allgemein Facebook 1200x630Im September startete die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz. Wir laden euch zu einem Multiplikator*innen-Workshop ein. Ihr bekommt einen Überblick über die Hintergründe, Inhalte und die Kernbotschaften der Initiative. Wir beschäftigen uns mit Beteiligungsmöglichkeiten für Lokalgruppen und geben ein Argumentationstraining.

Ulrich Brand, Autor des Buches „Imperiale Lebensweise“, gab einen Einblick in das Konzept der Imperialen Lebensweise. Gemeinsam mit Betriebsrät*innen aus Industrie und Einzelhandel und Klimaaktivist*innen wurde im Anschluss darüber diskutiert, welche Voraussetzungen eine solidarische Lebensweise hat und was wir ganz praktisch dafür tun können.
Das Video finden Sie hier.

mehrwert buttonDie strategische Beachtung von Menschenrechten in Liefer- und Wertschöpfungsketten wird für Unternehmen zunehmend wichtiger. Ende 2016 wurde der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Darin formuliert die Bundesregierung die klare Erwartung gegenüber allen Unternehmen, „den (…) Prozess der unternehmerischen Sorgfalt mit Bezug auf die Achtung der Menschenrechte in einer ihrer Größe, Branche und Position in der Liefer- und Wertschöpfungskette angemessenen Weise einzuführen.“ Momentan wird überprüft, inwiefern die deutsche Wirtschaft ihren sogenannten menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommt.

20190812 133440Der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen in Kooperation mit El Puente und dem Allerweltsladen forderten in einer Kampagnenaktion von der Bundesregierung ein Gesetz für Unternehmensverantwortung. Dafür nahmen sie den Hannoveraner Kröpcke ein.

Imperiale LebensweiseUlrich Brand, Autor des Buches „Imperiale Lebensweise“, legt eine umfassende Beschreibung der ökologischen und sozialen Krise im Kapitalismus vor. Und erinnert eindringlich daran, wie notwendig eine umfassende »sozial-ökologische Transformation« hin zu einer solidarischen Lebensweise ist und wie sie auf den Weg gebracht werden kann.

Tobi Rosswog wird in einem Impuls seinen ganz praktischen Weg vorstellen, wie alternative Formen des Lebens und Arbeitens aussehen können.

Zusammen mit Betriebsrät*innen aus Industrie und Einzelhandel und Klimaaktivist*innen wollen wir an diesem Abend diskutieren, welche Voraussetzungen eine solidarische Lebensweise hat und was wir ganz praktisch dafür tun können.

Ein Beitrag zum aktuellen Stand (Juli 2019) des Nationalen Aktionsplan (NAP) Wirtschaft und Menschenrechte und des sogenannten NAP-Monitorings. Die Beitrag finden Sie hier.

Cora Logo Neuer Newsletter des CorA-Netzwerk mit u.a. folgenden Themen:

- NAP-Monitoring: Verwässerung durch Kanzleramt soll Gesetz verhindern
- Europas weiter Weg zu verbindlichen Regeln
- Europaweite Kamagne "Menschenrechte schützen - Konzernklagen stoppen"
- Protestpostkarte "Getarnte Missstände. Keine Menschenrechtsverstöße beim Einkauf der Bundesregierung!"

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DSC01520Vom 16. bis 25. Januar 2019 war auf Einladung des VEN die südafrikanische Anwältin Akhona Mehlo in Niedersachsen zu Gast. Die Begegnungsreise wurde im Rahmen des VEN-Projektes „Mehr.Wert – Menschenrechte in globalen Lieferketten“ organisiert. Das „Mehr.Wert“-Projekt hat zum Ziel, das Bewusst für globale, menschenrechtliche Unternehmensverantwortung und das Handeln in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu stärken.

Akhona Interview

Akhona Mehlo, die als Rechtsanwältin für Menschenrechte und Wirtschaft in Südafrika tätig ist, reiste mit uns zehn Tage durch Niedersachsen. In Hannover, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück sprach sie über die schlechten Arbeitsbedingungen südafrikanischer Minenarbeiter*innen und die Verantwortung, die deutsche Unternehmen und unsere Politik dabei tragen.

Zusammen mit dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg und Werkstatt Zukunft enstand ein spannnendes Interview mit Akhona Mehlo, das Sie hier finden.

mr schützenAnlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos starteten über 120 Nichtregierungsorganisationen aus Europa – so auch das CorA Netzwerk für Unternehmensverantwortung – eine Petition gegen Konzernklagerechte (Investor State Dispute Settlement, ISDS) und für Unternehmensverantwortung.

Hier geht’s zur Petition: https://stopisds.org/de/aktion/

Akhona Foto webVom 16. bis 25. Januar 2019 ist auf Einladung des Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) Akhona Mehlo aus Südafrika in Niedersachsen, um die Verantwortung deutscher Unternehmen und die Notwendigkeit politischer Regulierungen zu diskutieren. Akhona Mehlo ist Anwältin für Wirtschaft und Menschenrechte am Centre for Applied Legal Studies (CALS) in Johannesburg.

Vor zwei Jahren hat die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Das Forum Menschenrechte, VENRO, der DGB sowie das CorA-Netzwerk haben sich intensiv in die Entstehung und die Umsetzung des NAP eingebracht. Die Zwischenbilanz dessen, was mit dem NAP bisher an konkreten Verbesserungen erreicht wurde, fällt jedoch ernüchternd aus. Zur Halbzeitbilanz.

Facebook BannerMittwoch, 12. Dezember 2018 von 18:00 bis 21:00

Der Dokumentarfilm lässt Sie und Euch hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und portraitiert die Verlierer*innen der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!

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Neuer Newsletter des CorA-Netzwerk mit u.a. folgenden Themen:

  • UN-Ausschuss rügt Deutschland: Menschenrechtsstandards für Unternehmen zu unverbindlich
  • Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte: Oberflächliches Monitoring der menschenrechtlichen Sorgfalt deutscher Unternehmen befürchtet
  • Der „Zero Draft“ und die 4. Arbeitsgruppensitzung für ein UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten
  • Staatliche Schutzpflicht für Menschenrechte. Wie ernst nimmt sie die Bundesregierung beim öffentlichen Einkauf?

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Im Rahmen der After-Work-Bildung-Angebote organisiert das ver.di Bildungswerk einen Workshop zu Menschenrechten in Lieferketten. Der Workshop gibt eine Einführung in das Thema der globalen menschenrechtlichen Unternehmensverantwortung und diskutiert, welche politischen und unternehmerischen Handlungsoptionen es gibt, Menschenrechte in globalen Lieferketten sicherzustellen. Referent ist Julian Cordes (VEN).

Datum
28.08.2018 17:30 - 19:45
Veranstaltungsort
ver.di Geschäftsstelle - Groner-Tor-Straße 32, 37073 Göttingen

Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Weitere Informationen finden Sie hier.

NAP TitelbildEnde 2016 verabschiedete die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Zwar wurden darin keine verbindlichen Regelungen aufgenommen, jedoch formuliert der NAP eine klare Erwartungshaltung, dass Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen. Jetzt wurden die zuständigen Organisationen für die Überprüfung vorgestellt. Das Konsortium besteht aus Ernst & Young, Systain Consulting, Adelphi consult und Focusright. Weitere Informationen.

02.07.2018 - Letzte Woche wurde der „Berliner CSR-Konsens“ vom CSR-Forum – bestehend aus Unternehmensverbänden, Einzelunternehmen, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft –  verabschiedet. Dieser beschreibt, wie die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflicht aussehen kann. Hintergrund dazu ist die häufig mangelnde Verwirklichung von Menschenrechten sowie die fehlende Beachtung ökologischer Aspekte in komplexen Lieferketten. Der „Berliner CSR-Konsens“ bietet Unternehmen einen Orientierungsrahmen zum Umgang mit menschenrechtlichen Aspekten in Lieferketten. Germanwatch hat in seiner Pressemitteilung die Vor- und Nachteile des Konsens zusammengefasst.

Flyer Titelbild AktionsworkshopOb im Supermarktregal, am Kleiderbügel oder im Internet – tagtäglich begegnen uns Produkte, deren Produktionsbedingungen aufgrund langer Lieferketten für uns oftmals unsichtbar sind. Über tausend Menschen sterben beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, da die Gewinne der Kleidermarken wichtiger sind als der Arbeitsschutz der Näher*innen. In der Demokratischen Republik Kongo arbeiten Kinder in Minen, um Kobalt für die Produktion von Autoteilen zu fördern. Rechte, die für uns in Deutschland selbstverständlich sind, werden durch Wirtschaftsunternehmen anderenorts oft verletzt – auch für Produkte „Made in Germany“.