SDG 10Sind Diversität und Gleichberechtigung Realität oder Vision? Das haben wir am Dienstag, dem 10. August 2021 von 19 bis 21 Uhr online diskutiert. Juliane Jesse kam mit Journalist Keywan Tonekaboni und Aktivistin Luisa L'Audace darüber ins Gespräch, wie die Vision einer gleichberechtigten Gesellschaft wahr werden kann. 

Unsere Gesellschaft ist divers – das ist Fakt! Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Sprache und Herkunft, seines Glaubens oder seiner Behinderung (…) benachteiligt werden – das ist Gesetz. Doch wie sieht die Realität aus? Haben wirklich alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen an gesellschaftlicher Teilhabe? Welches Bild vermitteln uns die Medien? Wen denken wir mit, wenn wir zu Engagement aufrufen? Welche Gruppen fallen hinten runter?

Die Vision: Mit der Agenda 2030 werden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beschrieben. Ziel 10 beschreibt, wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten zu verringern, damit bis 2030 alle Menschen die Chance bekommen, sich zu verwirklichen.

Die Realität: Deutschland driftet immer weiter auseinander. In der Corona-Pandemie ist die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit noch größer geworden. Die Verteilung von Chancen ist eine Frage von Ressourcen- und Machtverteilung. Bestimmte Bevölkerungsgruppen werden systembedingt eher bevorzugt und andere eher benachteiligt.

Die Veränderung: Was muss sich gesellschaftlich verändern, damit alle Menschen die gleichen Chancen haben? Wie können die Medien gesellschaftliche Diversität darstellen? Was sollten Menschen beachten, die die Welt verändern wollen?
 

 

Die Diskutierenden

Luisa L'Audace ist Beraterin & Aktivistin für Inklusion & Antidiskriminierung. Sie setzt sich für die Rechte behinderter Menschen ein. Auf Social Media leistet sie Aufklärungsarbeit zu Inklusions-Themen. Ihre Schwerpunkte sind  Ableismus, diskriminierungsfreie Sprache, Patient*innenrechte, sowie die Darstellung behinderter Menschen in den Medien.

Keywan Tonekaboni ist im Vorstand der Neuen deutschen Medienmacher*innen. Das bundesweite Netzwerk setzt sich für gute Berichterstattung und für vielfältiges Medienpersonal ein. Der gebürtige Iraner arbeitet als Journalist und war vorher als Anti-Diskriminierungsberater in Sachsen-Anhalt tätig.

Juliane Jesse arbeitet als Eine Welt-Fachpromotorin für Öffentlichkeitsarbeit und Internationales beim Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen. Dort zeigt sie das vielfältige und bunte Engagement der Eine Welt-Arbeit im Land auf und berät Gruppen und Initiativen unter anderem zu diskriminierungssensibler Öffentlichkeitsarbeit.

 

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den Neuen deutschen Medienmacher*innen – Regionalgruppe Hannover – statt und wurde im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innen-Programms gefördert vom Land Niedersachsen und Engagement Global im Auftrag des BMZ.