Früher galt Fleisch als Nahrungsmittel für besondere Anlässe. Heute ist Fleisch zum Alltagsprodukt geworden, das sich jeder täglich leisten kann – die Massentierhaltung macht’s möglich. Doch wie sieht ein nachhaltiger Fleischkonsum aus, der geeignet ist den Ernährungsbedarf der Weltbevölkerung heute und in Zukunft zu decken, ohne natürliche Ressourcen zu übernutzen und dem Ökosystem Erde zu schaden? Diese  3 Prinzipien helfen weiter:


1.  Weniger Fleisch  essen
Die schlechte Nachricht für alle Fleischliebhaber: Um das Klima zu schützen, den Flächenverbrauch zu reduzieren und langfristig alle Menschen ernähren zu können, müssen wir Deutschen unseren durchschnittlichen Fleischkonsum von 60 kg im Jahr reduzieren. Daran führt kein Weg vorbei. Die gute Nachricht ist jedoch: Damit tun wir auch uns selbst etwas Gutes. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aus Gesundheitsgründen den Konsum von nicht mehr als 300-600g Fleisch pro Woche – das ist bei normal großen Portionen maximal an drei Wochentagen ein Stück Fleisch. Damit wäre bereits viel getan! Angesichts der globalen Auswirkungen der Fleischindustrie und des großen Angebots an eiweißreichen Alternativen fordern viele Experten mittlerweile sogar die Rückkehr zum Sonntagsbraten.

2.  Das ganze Tier  verarbeiten
Bestimmt Fleischteile – wie die Hühnerbrust oder Filetstücke – werden immer beliebter, während andere Teile – wie Hühnerschenkel oder Innereien – weniger gefragt sind. Der selektive Konsum von bestimmten Fleischteilen ist jedoch wenig nachhaltig. Die Landwirte bleiben auf bestimmten Fleischteilen sitzen, die dann oft als Dumpingexporte in die ärmsten Länder gehen oder in den Müll wandern. Besser ist es, das ganze Tier oder auch mal die weniger beliebten (oft günstigeren) Teile zu essen. Die Rezepte aus diesem Kochbuch sollen Lust darauf machen!

3.  Bio, artgerecht & regional  einkaufen
 Wer weniger Fleisch ist, kann sich auch eher die höheren Preise für regionale Produkte aus ökologischer und artgerechter Haltung leisten.  Ökologische Landwirtschaft schützt Klima und Umwelt, vermeidet den Einsatz von genetisch veränderten Futtermitteln und hat höhere Standards in der Tierhaltung als in der konventionellen Landwirtschaft. Wer zusätzlich noch auf Regionalität achtet, vermeidet lange Transportwege und verbessert dadurch noch einmal seine Klimabilanz.  Informationen zu den wichtigsten Siegeln, die eine Hilfestellung beim Einkauf der „richtigen“ Produkte leisten, finden Sie auf der nächsten Seite.

 

Bild: © B. and E. Dudzinscy (Fotolia.com)