Ukraine BildDer VEN fordert die sofortige Einstellung der Kriegshandlungen und den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine. Krieg und Gewalt helfen nie bei der Lösung von Konflikten, denn sie sorgen für unermessliches Leid und wiedersprechen den Zielen der Weltgemeinschaft. Wie sich Mitglieder des VEN für die Menschen in der Ukraine engagieren, lesen Sie hier.

Russland hat die Ukraine wirklich angegriffen. Inzwischen sind mindestens eine halbe Millionen Menschen auf der Flucht, es gibt harte Sanktionen gegen Moskau und eine überwältigende Solidarität mit der Ukraine weltweit. Der völkerrechtswidrige Einmarsch russischer Truppen bedeutet für eine Bevölkerung, die schon seit acht Jahren unter den Eindrücken des Konflikts steht, neues Leid.

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke fordert der VEN angesichts des Kriegs und weltweiter Krisen gerade jetzt entwicklungspolitische Vorhaben zu stärken.

Während der Krieg in der Ukraine durch die Entscheidungen des Machthabers Wladimir Putin unerbittlich Fahrt aufnimmt und schon weite Teile des Landes erreicht hat, herrscht in großen Teilen der restlichen Welt Fassungslosigkeit. Innerhalb weniger Tage wurden harte Sanktionen gegen Russland beschlossen, an denen sich große Teile Europas beteiligen, weltweite Friedensdemonstrationen gestartet und die Debatte um Militärausgaben und Waffenlieferungen ist längst in vollem Gange. Unsicherheiten wie es weitergehen wird, was der Krieg für Europa und die Welt bedeutet und auch die Frage, wie man selber persönlich etwas tun kann beschäftigen viele Menschen, auch die Mitglieder des VEN:

 

Auf der Website „Insights of war“ von Peer Leader International, dem VEN und dem VNB kommen hauptsächlich junge Ukrainer*innen zu Wort und teilen ihre Gedanken über das Zusammenleben, Gewalt und wie es ist, plötzlich in einem von ihnen nicht gewollten Krieg zu leben. Aber auch andere Stimmen aus verschiedenen Ländern teilen inzwischen ihre Gedanken zu dem Krieg. Peer Leader International ruft dazu auf, hier noch mehr Stimmen zu sammeln und Solidarität zu zeigen. Außerdem will die Seite die Hintergründe des Kriegs greifbarer machen, z. B. mit Erklärvideos.

 

Die Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V. bietet Informationen der Bundesregierung auf mehreren Sprachen.
Informationen für Geflüchtete über die Einreise nach, sowie Aufenthaltsrechte wie die Arbeitsaufnahme, Sprachkurse und Unterkünfte in Deutschland bietet auch die Initiative für Internationalen Kulturaustausch.


Neben dem Verweis auf ein Spendenkonto zur Unterstützung der ukrainischen Zivilgesellschaft, hat die Zivile Friedensfachkraft der Kurve Wustrow Felix Schimansky-Geier seine Einschätzung der Situation in einem Radio-Interview bereits zu Kriegbeginn geteilt. Zudem haben sie sich für die Freilassung des zivilgesellschaftlichen Aktivisten Kostiantyn Ovsiannikov in Prymorsk, welcher vom russichen Militär entführt wurde, eingesetzt.


HelpAge macht vor allem durch die Begleitung einiger Ukrainerinnen und den Bezug zu Partnerorganisationen in der Ukraine und Moldawien auf die Probleme älterer Menschen im Krieg und auf der Flucht, wie fehlende Medikamente oder eingeschränkte Mobilität, aufmerksam und verweist auf ihr Spendenkonto.


Für das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen schildert eine Frau aus Charkiw, im Osten der Ukraine, ihr Erleben nach dem russischen Angriff auf die Stadt.
Das humanitäre Hilfswerk der evangelischen Kirchen leistet über lokale Partnerorganisationen Nothilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen und ist dankbar über Spenden.


Auch das Bistum Hildesheim verweist auf Möglichkeiten Menschen durch etwa Sachspenden oder das Bereitstellen einer Unterkunft oder Projekte vor Ort mit Geld zu unterstützen.


Das Bistum Osnabrück informiert und leistet finanzielle Ersthilfe, stellt über Einrichtungen des Bistums unter anderem Unterkünfte zur Verfügung und sorgt für psychologische und seelsorgerliche Unterstützung, falls diese benötigt wird.


JANUN hat zusammen mit anderen Jugendverbänden eine Erklärung gegen den Krieg in der Ukraine verabschiedet und sich solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung erklärt.

„Pictures for Peace“ zeigt als Reaktion auf den weltweiten Unfrieden, wie sich Schüler*innen eines Schulpartnerschaftsprojektes der Joyful Learning School in Sunyani in Ghana mit ihrer Partnerschule in in Ehmen/ Mörse in Wolfsburg, Deutschland Frieden vorstellen und malen.

 

Der Angriff auf die Ukraine und die entsprechenden Kampfhandlungen zwingen bereits jetzt hunderttausende Menschen zur Flucht. Laut UNHCR haben bereits 442.000 Menschen Schutz in Nachbarstaaten gesucht, während weitere über 100.000 Menschen Binnenvertriebene im eigenen Land sind. Mehr als eine halbe Million Menschen sind laut UN aus der Ukraine geflohen - die meisten nach Polen. Nach Deutschland kamen bis jetzt 1.800 Menschen.
Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden. Denn niemand verlässt freiwillig seine Heimat, sein Dorf und seine Wohnung, ohne etwas mitzunehmen und ohne Abschied. Wenn ihr Leben in Gefahr ist flüchten die Menschen überstürzt und haben meist keine Möglichkeit Habseligkeiten, Geld oder wichtige Ausweispapiere mitzunehmen.

Deshalb fordert PRO ASYL in sechs Kernforderungen, dass Deutschland, sich aktiv an der Aufnahme von Geflüchteten beteiligt und den Aufenthalt von Ukrainer*innen, die bereits hier sind, unbürokratisch verlängert. Zudem bietet PRO ASYL im Landkreis Diepholz Beratungen für Geflüchtete.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen informiert über geltende Möglichkeiten zur Einreise und Aufenthalt in Deutschland (Niedersachsen) für ukrainische Geflüchtete und spricht sich für eine Vereinfachung des Verfahrens aus.

Hintergrund SDG 16 - Förderung gerechter, friedlicher und inklusiver Gesellschaften

Ein Kernthema der Arbeit es VEN ist die nachhaltige Entwicklung durch die Sustainable Development Goals (SDGs). Im Mittelpunkt der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung steht die Notwendigkeit, friedliche und inklusive Gesellschaften auf der Grundlage der Achtung der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und transparenter, wirksamer und rechenschaftspflichtiger Institutionen zu fördern. Ziel 16 der SGDs zielt darauf ab, friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, allen den Zugang zur Justiz zu ermöglichen und wirksame, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufzubauen. Frieden, Stabilität, Menschenrechte und eine effektive Regierungsführung auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit sind von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung der Menschen- sowie Kinderrechte und eine Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Eine Reihe von Regionen hat in den letzten Jahrzehnten ein höheres und nachhaltigeres Maß an Frieden und Sicherheit genossen. Aber viele Länder sind immer noch mit langwieriger Gewalt und bewaffneten Konflikten konfrontiert, wie es die aktuelle Lage in der Ukraine zeigt.

 

 

 

 

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