Der Rohstoffsektor boomt, anscheinend krisensicher, am beginnenden 21. Jahrhundert. Verarbeitete Rohstoffe begleiten unseren Alltag von früh bis spät. Unser Wohlstand hierzulande wäre ohne den nahezu ungehinderten Zugang zu bezahlbaren Rohstoffen undenkbar. Waren es bis vor einigen Jahrzehnten lediglich die „klassischen" Industrieländer Europas, Nordamerikas und Japan, die sich den globalen Rohstoffmarkt untereinander aufteilten und die Ressourcen-Vorkommen in den jeweiligen Herkunftsländern ausbeuteten, sind heute zahlreiche aufstrebende Schwellenländer hinzugekommen, wie z.B. die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika).

Die Mischung aus schwierigen politischen Rahmenbedingungen und der begrenzten Verfügbarkeit von Rohstoffen begünstigt in vielen Fällen die Option, auf Konflikt statt Kooperation zu setzen. Es gibt auch zahlreiche Beispiele, wo ein gewaltförmiger Zugang von vornherein einkalkuliert ist, er ist dann gewissermaßen unausgesprochener Teil einer Unternehmensstrategie. Umgekehrt wird jedoch die „Knappheit“ und „Konkurrenz“ von Rohstoffen zuweilen als Rechtfertigung für eine aggressivere Politik, bis hin zur militärischen Intervention, heran gezogen.

Wie ist es zu schaffen, dass die Rohstoffe des begrenzten Planeten Erde auf eine gerechte, sozial verträgliche und ökologisch nachhaltige Weise genutzt werden? Ist dies überhaupt denkbar? Während sich immer mehr Menschen, Initiativen und Organisationen für eine zukunftsfähige und transparente Ressourcennutzung einsetzen, nimmt die Konkurrenz zwischen Nationen und Wirtschaftsräumen zur zukünftigen Sicherung des weltweiten Rohstoffzugangs weiter zu.