In einer Zukunft, die geprägt sein wird von Ressourcenknappheit, globalen Krisen und Klimawandel werden wir gezwungen sein, die Dienstleistungs- und Wegwerfgesellschaft zu überdenken. In der Ausstellung „Zeitreise 2030" können Zukunftsvisionen und Szenarien von Jugendlichen, die in Workshops und Diskussionen in einem dreijährigen Prozess entstanden, nachvollzogen werden. Die Ausstellung lädt zum Mitmachen ein: Mitentscheiden, Zukunftsvisionen selber bewerten, stöbern und entwickeln. Generell geht es nicht nur um Mit- sondern auch um Selbermachen. Selbstversorgung, Nachbarschaftshilfe und Tauschringe sind da Möglichkeiten, die die Zeitreise2030 aufzeigt. Motto: Die Zukunft von morgen wird schon heute gemacht, es liegt jetzt in unserer Hand, sie nach unseren Wünschen zu gestalten. Die Ausstellung ist ein Projekt des Wissenschaftsladens Hannover.

Auch regionale Zusammenschlüsse können innovative Alternativen zur Öl-Abhängigkeit entwickeln: Das Aller-Leine-Tal liegt in Zentralniedersachsen. Von den acht beteiligten Samtgemeinden ist das Themenfeld EnergieRegion als eines der fünf Haupthandlungsfelder bestimmt worden. Erklärtes Ziel der acht Kommunen im Regionalen Entwicklungskonzept für die nächsten Jahre ist es, das Aller-Leinetal zu einer „100% EnergieRegion+" zu entwickeln, also einer Region, in der mehr Energie erzeugt wird, als sie selbst verbraucht. Für den Bereich der Stromerzeugung ist das Erreichen dieses Ziels in naher Zukunft möglich, hier werden bereits knapp 70% des benötigten Stroms regenerativ erzeugt. Im Bereich der Wärmeerzeugung handelt es sich um ein ambitioniertes Ziel. Ob das 100%-Ziel auch für den Bereich Verkehr aufgegriffen werden soll, ist noch nicht entschieden. Die Region ist darüber hinaus um einen hohen Anteil an Bürgerpartizipation bemüht. Für ihr Engagement ist sie bereits 2007 mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet worden.

Mehr Infos unter www.alt-energieprojekt.haeuslingen.de

Das Unternehmen Wilkhahn Büromöbel hat seinen Sitz in Bad Münder, es beschäftigt rund 550 Mitarbeiter_innen. Ein Viertel der Gesellschafteranteile der GmbH ist in Händen aktiver oder ehemaliger Mitarbeiter_innen. Wilkhahn bekennt sich zu internationalen Arbeitsnormen und Menschenrechten (z.B. Verbot von Kinderarbeit in den Zulieferbetrieben) und unterstützt den Global Compact der Vereinten Nationen. So hat die Firma 2009 das internationale Rahmenabkommen zur Sicherung und Förderung von Arbeitnehmerrechten gemeinsam mit der IG-Metall und dem Bund der Holzarbeiter unterzeichnet und ist Teil des Bundesarbeitskreises für Umweltbewusstes Management.

Wilkhahn versucht in allen Geschäftsbereichen ressourcenschonende Prozesse zu entwickeln. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage und ein Blockheizkraftwerk auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Eine moderne Fertigungstechnik (z.B. Lackier- und Beizanlage) erlaubt einen geringeren Materialaufwand und Synergie-Effekte z.B. bei der Wärmenutzung anfallender Betriebs-Abwärme. Das langfristige Ziel ist ein Energiemix für den Standort Bad Münder zu etablieren, der sich zu 66% aus regenerativen Quellen speist.

Mehr Infos unter www.wilkhahn.de/gruen