Fragen des VEN an die Parteien:

  1. Wie werden Sie sicherstellen, dass kleine und mittlere bäuerliche Betriebe in Niedersachsen eine bessere Perspektive erhalten?
  2. Was tun Sie konkret, um Formen der industriellen Tierhaltung einzudämmen und umwelt- und tiergerechte Haltungsformen auf bäuerlichen Höfen zu fördern?
  3. Wie verhindern Sie im Rahmen der internationalen Verantwortung, das eine intensive Landwirtschaft in Niedersachsen bäuerlich geprägte Agrarmärkte in den Ländern des Südens zerstört?
  4. Wie setzen Sie sich für eine europäische Verantwortung der Agrarpolitik im Sinne der Sustainable Development Goals ein?

Das sagen die Parteien (Zusammenfassung):

  • Die SPD setzt sich dafür ein, dass umweltschädliche großflächige Monokulturen kompensiert oder unterbunden werden. Ziel ist es auch, bäuerliche Strukturen zu stärken, um eine nachhaltige Produktionsweise im ländlichen Raum zu fördern. Tierhaltung soll stärker an Agrarflächen gebunden sein.
  • Bündnis 90/Die Grünen setzen sich u.a. für die weitere Umschichtung der Agrarsubventionen zugunsten einer ökologischen und bäuerlichen Landwirtschaft, eine Pachtpreisbremse und Beschränkungen der Nahrungsmittelspekulation ein. Der massenhafte Import von Soja soll durch den verstärkten Anbau heimischer, gentechnikfreier Eiweißpflanzen reduziert werden. Auf europäischer Ebene setzen sie sich für eine intelligente Milchmengenreduzierung ein.
  • Die CDU möchte für neue Regelungen in der Landwirtschaft eine Folgenabschätzung für die wirtschaftliche Praxis. Regionale Märkte sollen gestärkt, Landwirte bei der Diversifizierung und Spezialisierung unterstützen werden. Die CDU strebt eine stärkere Rolle der EU bei der Koordinierung entwicklungspolitischer Bemühungen und eine stärkere Kohärenz zwischen Agrar- und Entwicklungspolitik an.
  • FDP setzt sich für eine Politik ein, die es der Landwirtschaft deutlich einfacher auf bürokratischer Ebene macht. Sie sieht in der Digitalisierung neue Chancen für die Landwirtschaft und möchte sie gemeinsam mit den Landwirten fördern. Aus Sicht der FDP ist es schon heute möglich, in Afrika unter Weltmarktbedingungen zu produzieren.

Hier finden Sie die Antworten der Parteien im Wortlaut zum Download

Erwartungen des VEN an die neue Landesregierung:

Der VEN erwartet von einer zukünftigen Landesregierung eine Reduzierung des Soja-Futtermittel-Imports durch die Förderung des Anbaus eiweißhaltiger Futtermittel in Niedersachsen. Außerdem setzt er sich für eine Reduzierung der Agrarexporte in Entwicklungsländer ein, dazu gehört, dass sich die zukünftige Landesregierung auf EU-Ebene für eine Mengendeckelung der Milchproduktion einsetzen sollte. Umwelt- und tiergerechte Haltungsformen auf bäuerlichen Höfen sollen gefördert werden, z. B. durch eine Kennzeichnungspflicht. Insgesamt fordert der VEN eine Umschichtung von EU-Subventionen zugunsten einer ökologischeren, bäuerlichen Landwirtschaft. Schließlich setzt der VEN sich für eine Förderung von Kampagnen für öko-fairen Konsum ein.

 

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