ven projektbanner wfhmIn Niedersachsen boomt der Bau von Massentierhaltungsanlagen - vor allem für die Hähnchenmast. Nachfrage besteht jedoch nur für ausgewählte Fleischteile: 70% des in Deutschland konsumierten Hähnchenfleisches ist Brustfleisch. Die restlichen Teile des geschlachteten Tieres lassen sich nur schlecht verkaufen. Sie gehen deshalb häufig zu Dumpingpreisen in Entwicklungsländer.

Insbesondere in West- und Zentralafrika zerstören billige Fleischkleinteile aus der EU seit Mitte der 90er Jahre die lokalen Märkte. Denn mit den Billigpreisen können die einheimischen Kleinbauern nicht konkurrieren. Viele verlieren ihre Existenzgrundlage und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Dazu kommt noch, dass die Kühlketten auf dem Weg zum Verbraucher in Afrika oft unterbrochen werden. Das führt zu erheblichen Gesundheitsproblemen der lokalen Bevölkerung.

„Wenn Fleisch Hunger macht“ ist ein Projekt der entwicklungspolitischen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Das Projekt macht in Niedersachsen auf die negativen Auswirkungen von Fleischexporten nach Afrika aufmerksam. Ziel ist es, einen Schritt zu mehr Politikkohärenz zu leisten, damit wir mit unserer Agrarpolitik nicht kaputt machen, was die Entwicklungshilfe gerade aufbaut. Begleitet von einem interdisziplinären Beirat regt das Projekt zu nachhaltigem Wirtschaften an und sucht nach Lösungsmöglichkeiten, die UN-Entwicklungsziele mit unserem Handeln und Wirtschaften vor Ort in Einklang zu bringen.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Förderer: Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst. Mit finanzieller Unterstützung des BMZ. Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich.

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Das Projekt "Wenn Fleisch Hunger macht“ wurde von der deutschen UNESCO-Kommission als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen.