Und wie kommen nun die Produkte zu uns? Verantwortlich dafür sind die Importeure. Sie stehen für den fairen Handel und für Partnerschaften zu Produzent_innen und/oder Genossenschaften in den unterschiedlichsten Ländern dieser Welt, meistens in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die vier größten und bekanntesten unter ihnen -Gepa, El Puente, Banafair und dwp- werden hier vorgestellt.

EL PUENTE GmbH

EL PUENTE ist eine 1977 gegründete Organisation des partnerschaftlichen Handels. Als »Brücke« (so die deutsche Übersetzung des spanischen Namens) zwischen Nord und Süd will EL PUENTE dazu beitragen, die Kluft zwischen den reichen Industrienationen und den so genannten Entwicklungsländern zu verringern. EL PUENTE unterstützt und fördert Kleinbetriebe und Genossenschaften in Afrika, Asien und Lateinamerika durch Import und Vertrieb ihrer Produkte in Deutschland. Die direkte Zusammenarbeit mit Produzent_innen in diesen Kontinenten eröffnet Chancen, sich auf dem internationalen Markt zu gerechteren Bedingungen zu behaupten und dadurch bessere Lebensperspektiven vor Ort zu erreichen.

Begleitend zum Warenhandel betreibt EL PUENTE entwicklungspolitische Bildungs- und Informationsarbeit. Anliegen ist es, anhand der Produkte Strukturen und Verflechtungen der globalisierten Märkte mit deren Schieflagen bezüglich der Einkommensgerechtigkeit aufzuzeigen und den kulturellen Austausch zu fördern. Die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Lebensweisen und Werten soll Anstöße geben, unsere Rolle als Bürger_innen EINER Welt zu bedenken - einer Welt, in der unser Wohlstand von der Armut der so genannten Entwicklungsländer abhängt.

EL PUENTE GmbH
Lise-Meitner-Str. 9
D-31171 Nordstemmen
Telefon: 05069-3489-0
Fax : 05069-3489-28
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.el-puente.de

dwp eG- Dritte Welt Partner Ravensburg

Durch einen partnerschaftlichen Direkthandel ermöglicht dwp mehr als 60 Produzent_innengruppen in Afrika, Asien und Lateinamerika eine deutliche Verbesserung ihrer jeweiligen Lebenssituation. Neben fairen Produzentenpreisen bietet dwp seinen Partner_innen langfristige Handelskontakte, Zuschläge für Bio-Anbau, einen Aufpreis für Sozialprojekte wie z.B. dem Aufbau von Schulen und teilweise auch Vorfinanzierungen bis zu 50% des Auftragswertes. Bei Lebensmitteln liegt der faire Preis von dwp in der Regel deutlich über Weltmarkniveau und übertrifft oftmals die Mindestpreise von FLO (Fairtrade Labeling Organisations International).

Mit den fair gehandelten Produkten werden Welt- und Naturkostläden in Deutschand und Österreich beliefert. Seit der Gründung 1988 durch Weltläden der Region Oberschwaben gestalten und bestimmen überwiegend Weltläden und Aktionsgruppen, die die Mehrheit der Gesellschafter von dwp ausmachen, den Weg der Fairhandelsorganisation.

Mit einem umfangreichen Serviceangebot (z.B. zu Agenda 21 Kaffee, individuelle Beratung, Info- und Bildungsmaterialien, Angebote für Ladenneugründungen, Verkaufshilfen ...) stärkt dwp die bundesweiten Bemühungen, den Fairen Handel einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

dwp eG
Hinzistobler Str. 10
88212 Ravensburg
Tel. 0751/36155-0
Fax: 0751/36155-33
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.dwp-rv.de

gepa - The Fair Trade Company

Das Fair Handelshaus gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH, gegründet 1975) ist die größte Fair-Handelsorganisation in Europa. Als Pionier und Marktführer handelt es zu fairen Preisen direkt und langfristig mit rund 140 Handelspartner/innen in Lateinamerika, Afrika und Asien. Verkauft werden z.B. Kaffee, Tee, Honig, Kakao und Schokolade sowie Kunsthandwerk oder fair gehandelte Fußbälle.

Die gepa zahlt den Zusammenschlüssen von Kleinbauern - und Bäuerinnen oder Kleinhandwerkern- und Handwerkerinnen Preise, die die Produktionskosten decken und darüber hinaus Spielraum für Entwicklungsaufgaben wie Schulbau oder Gesundheitsvorsorge lassen. So können die Produzent/innen aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt sichern. Beim Kaffee bezahlt die gepa die Kooperativen beispielsweise über dem Weltmarktpreis, dies beinhaltet Mindestpreise, Aufschläge für Sozialausgaben und Zuschläge für Biokaffee. Vor allem im Non Food Bereich arbeitet die gepa verstärkt auch mit (halb)industriellen, engagierten Privatbetrieben zusammen, die sich zu festgelegten sozialen und ökologischen Leistungen verpflichten. Ein Beispiel dafür sind die fair gehandelten Bälle. Pro Ball zahlt die gepa einen Aufschlag, mit dem die Löhne der Näher/innen erhöht werden können, so dass Kinder nicht mehr mitarbeiten müssen.

GEPA - The Fair Trade Company
GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal
Telefon: (02 02) 266 83 0
Telefax: (02 02) 266 83 10
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gepa.de

BanaFair e.V.

Seit 1986 gibt es in Deutschland Bananen aus Fairem Handel. Der Verein BanaFair e.V. importiert und vertreibt Bananen von Kleinproduzent_innen, die ihre Früchte unabhängig von multinationalen Konzernen produzieren und vermarkten. Fairer Handel mit Bananen soll zu menschenwürdigen und ökologisch verträglichen Anbaubedingungen beitragen. Über die Fair-Trade-Prämie erzielen die Erzeuger_innen einen deutlich höheren Preis. Mit einem weiteren Bonus werden soziale und politische Projekte unterstützt, die der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter_innen dienen. Der Verein BanaFair hat drei Arbeitsschwerpunkte:

  • Der faire Handel in Kooperation mit kleineren Erzeuger_innen. Dieser soll nicht nur den Bauern und Bäuerinnen, sondern auch kritischen Verbraucher_innen eine konkrete Alternative bieten.
  • Eine gezielte finanzielle Unterstützung von Projekten und Aktionen von Partnerorganisationen in Bananen produzierenden Ländern. Dabei zielen die Fördermaßnahmen auf tiefgreifende, strukturelle Veränderungen in sozialen, ökologischen, ökonomischen und politischen Bereichen.
  • Eine umfangreiche Bildungs-, Informations- und Lobbyarbeit zu den Bedingungen, unter denen Bananen produziert und vermarktet werden.

BanaFair vertreibt seit April 1998 die ersten Kleinbauernbananen im Fairen Handel in Deutschland. Sie kommen von UROCAL aus Ecuador und werden biologisch produziert. Daneben unterhält BanaFair enge Beziehungen zu Kleinbauernorganisationen auf den karibischen Windward-Inseln (WINFA) sowie in der costaricanischen Region Talamanca. BanaFair kooperiert eng mit dem Dachverband der Lateinamerikanischen Bananengewerkschaften (COLSIBA) sowie dem Foro Emaús, einem Netzwerk von Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und sozialen Gruppen in Costa Rica. BanaFair ist Gründungsmitglied des europäischen NRO-Netzwerkes EUROBAN (European Banana Action Network) und Koordinationsstelle der Bananen-Kampagne in Deutschland.

BanaFair e.V.
Langgasse 41
63 571 Gelnhausen
Tel. 0 60 51/ 83 66-0
Fax 0 60 51/ 83 66-77
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.banafair.de