923 Millionen Menschen auf der Welt hungern - Tendenz steigend. Wie lässt sich die Ausweitung der energetischen Nutzung von Biomasse mit diesem Tatbestand vereinbaren? Die Umsetzung unserer Klimaschutzziele darf nicht auf Kosten von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Ländern des Südens gehen.

Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele und knapp werdender fossiler Energieträger ist der Ausbau von alternativen Energien unabdingbar. Dazu zählt auch Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, die sogenannte Bio- oder Agroenergie. Die Bundesregierung setzt deshalb - wie viele andere Länder - auf die Energie- und Wärmeproduktion aus Biomasse und den Einsatz von Biokraftstoffen zur Beimischung zu Benzin und Diesel.

Am 26.9.08 wurde das Biomasse-Projekt des VEN in Erfurt als offizielles UN-Dekade Projekt 2008/2009 der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Projektleiterin Katrin Beckedorf nahm die Auszeichnung von Prof. Dr. Gerhard de Haan, dem Vorsitzenden des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland entgegen.

Das Projekt wurde gefördert durch die Niedersächsische Umweltlotterie Bingo und InWent aus Mitteln des BMZ. Die Jugendworkshops inklusive der erstellten Materialien und Öffentlichkeitsarbeit wurden finanziert von der niedersächsischen Umweltstiftung, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), dem Katholischen Fond sowie der Niedersächsischen Staatskanzlei.

Der Projektbeirat begleitet die Projektarbeit. Um bei den inhaltlichen Diskussionen einen möglichst breiten gesellschaftlichen Diskurs zu erhalten, hat der VEN für den Beirat dieses Projektes Vertreter aus Entwicklungs-, Umwelt,- und Agrarverbänden in Niedersachsen sowie aus der Wirtschaft angesprochen.

Der VEN ist durch das Projekt in der bundesweiten Plattform „nachhaltige Bioenergie" (www.plattform-nachhaltige-bioenergie.de) eingebunden, die gemeinsam von WWF und dem Forum Umwelt & Entwicklung koordiniert und durch das Umweltministerium und das Umweltbundesamt gefördert wird. Aktuelle Entwicklungen und politische Prozesse können so auf Landesebene weiter gegeben werden und gemeinsam mit anderen Akteuren ist der VEN an den Lobbyaktivitäten der Plattform beteiligt.