Das Zuckerprojekt

>Die vorliegenden Seiten stellen Materialien und Beiträge zum Thema „Weltagrarhandel am Beispiel Zucker“ vor, die der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) als Träger des Projektes mit seinen acht Partnerorganisationen in Niedersachsen erarbeitet hat. Die im Jahre 2006 verabschiedete EU-Zuckermarktreform steht im Mittelpunkt des Projektes. Wer gewinnt und wer verliert in Zeiten zunehmender Liberalisierung auf dem Weltmarkt? Das komplexe Gefüge aus Marktordnungen und Handelsabkommen ist schwer zu durchschauen und bleibt wenigen Experten überlassen. Das Zuckerprojekt stellt mit seinem bunten Methodenmix Zusammenhänge rund um die Handelsbeziehungen mit Zucker dar und soll zum Mitdenken und Mitreden anregen. Alle Materialien haben zum Ziel, die komplexen Strukturen des Weltagrarhandels am Beispiel Zucker anschaulich an unterschiedliche Zielgruppen zu vermitteln. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen für Entwicklungsländer, deren Stimmen rund um die Auseinandersetzungen der EU-Zuckermarktreform zu wenig Gehör finden.

 

Endstanden sind in zwei Jahren (2006 – 2008) verschiedene Materialien: eine interaktive Ausstellung „Zukunftszucker“, ein Planspiel für Jugendliche „Alles Zucker – oder was?“, eine Handreichung zum politischen Aktionstheater „Zuckerdealer im Visier“, Unterrichtsmaterialien „Raffinierte Süße“ für 10. – 12. Jahrgänge, Radiosendungen für den Bürgerfunk, Medienkisten – ausleihbar in elf verschiedenen Städten Deutschlands, die Buchausgabe einer regionalen Vortagsreihe zum Thema sowie verschiedene Informationsbroschüren. Der VEN führte eine breite öffentlichkeitswirksame Kampagne mit einer internationalen Tagung, einer Begegnungsreise mit Gästen aus Tansania, Brasilien, Polen und Ungarn sowie einer Ausstellungstour durch Niedersachsen. Das Projekt war in ein begleitendes Fortbildungsprogramm eingebettet.

Das von der Europäischen Kommission als Capacity-Building geförderte Projekt sieht außerdem die Verbreitung zweier Materialien (Planspiel und Aktionstheater) in Polen und Ungarn vor. Ein Austausch mit beiden Ländern über entwicklungspolitische Inlandsarbeit sowie die Übersetzung der Materialien war daher ebenfalls Bestandteil.

Alle Beiträge, Materialien und Veröffentlichungen können über diese Homepage eingesehen und bestellt werden. Auf den entsprechenden Seiten der Einzelprojekte sind die Ansprechpartner zu finden.