Seit jeher leben die indigenen Völker Lateinamerikas in sensiblen Öko-Systemen und rohstoffreichen Territorien. Doch im Zeitalter des globalisierten Kapitalismus werden Landrechte lokaler Bevölkerungen zunehmend von den Interessen der Agrar- und Rohstoffindustrie untergraben. So ist es Anfang des Jahres 2016 in Südbrasilien (Mato Grosso do Sul) wieder zu gewaltsamen Landkonflikten gekommen.

Von enormer Bedeutung sind daher nationale und internationale Gesetze für den Schutz und die selbstbestimmte Entwicklung indigener Völker. Internationale Erklärungen allein zeigen dabei noch keine Wirkung, wenn sie nicht von rechtlich verbindlichen Verträgen begleitet werden. Mindestens ebenso wichtig ist ein aktives Eintreten für diese Rechte, sowohl von den Betroffenen selberals auch von den Zivilgesellschaften der Länder, die über globale Vernetzungen und wirtschaftliche Machtkonzentration an diesen Konflikten beteiligt sind.

Theodor Rathgeber zeigte wesentliche internationale Normen in Bezug auf die Rechte indigener Völker auf. Auch beleuchtet sein Vortrag, welche Rolle die jüngsten Vereinbarungen zu Klimaabkommen und nachhaltigen Entwicklungszielen der UN aus der Perspektive indigener Völker spielen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie sich ein solches normatives Gerüst zu einem aktiven und erfolgreichen Protest und Widerstand entwickeln kann. Welche Erfahrungen gibt es?

Im Verlauf des Vortrags und der Diskussion wurden Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung indigener Völker entwickelt.

Hier der Flyer der Veranstaltung.

Eine Veranstaltung des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) in Kooperation mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN), Projekt "Weltwunder - Wandel statt Wachstum" und dem Südamerika-Zentrum Hannover e.V. (SAZ).

Das Projekt "Weltwunder" wird gefördert von: der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Brot für die Welt/Evangelischer Entwicklungsdienst und ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.