Die Theaterproduktion Dorthin wo Milch und Honig fliessen hat am 8. September Premiere in Hannover. Hoch über der Stadt beginnt die inszenierte Fußreise durch die Nordstadt. Das Kommen und Gehen, die Migration und die Erfahrung, dass nichts bleibt, wie es war, sind seit jeher dem Stadtteil eingeschrieben. Burhan aus Afghanistan ist 15. sein Vater ist von den Taliban getötet worden. Seine Mutter hat nur eine Hoffnung für ihren ältesten Sohn: Flucht. Dies ist eine von vier Geschichten. 

Wie lässt sich von Flucht erzählen? Während der Inszenierung folgen die Zuschauer*innen der Stimme in ihren Ohren, hören Erzählungen aus dem Irak, Syrien, Somalia und Afghanistan – und gehen dabei durch Hinterhöfe, in Gärten, Gebäude und Geschäfte. Die Stadt und die Fluchtspuren überlagern sich auf überraschende Weise.

DORTHIN WO MILCH UND HONIG FLIESSEN wurde als Pilotprojekt 2015 in Düsseldorf realisiert. In 2016 folgte eine Aufführungsreihe in Köln-Kalk im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals - die Inszenierung wurde für den Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater 2016 nominiert - und eine Aufführungsreihe in Essen-Katernberg. In 2017 erfolgte aufgrund der großen Resonanz eine Wiederaufnahme in Köln-Kalk. Aktuell findet erstmals die Übertragung in ein neues Bundesland statt mit einer weiteren Aufführungsreihe in der Nordstadt von Hannover. Der VEN begleitet die Produktion als einer der Projektpartner.

Premiere: 8. September 2017 um 17:30 Uhr

Weitere Aufführungen: 9. und 23. September 2017 um 12:00 Uhr; 22., 27. und 28., September 2017 um 17:30 Uhr

Startpunkt: Conti-Hochhaus, 14. Stock – Leibniz Universität Hannover; Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

Dauer: ca. 120 Minuten zu Fuß/ bei jeder Witterung/ festes Schuhwerk empfohlen

Weitere Infos

Veranstaltungen

08.12: Fachtag "Flucht und Migration. Neue Wege für Unterricht und Schulkultur"

Schulen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Im Kontext von Globalisierung, Flucht und Migration sind insbesondere auch Fragen eines guten Miteinanders in einer offenen, lokal wie global gerechten Gesellschaft in den Vordergrund gerückt.

9.12.2017: Film & Gespräch - Was hat Kolonialismus mit der heutigen Flucht aus Afrika zu tun?

Filmvorführung LUMUMBA von Raoul Peck

Im Anschluss Gespräch mit Dr. Médard Kabanda: „Was hat Kolonialismus mit der heutigen Flucht aus Afrika zu tun?“

Aktuell werden Fluchtursachen sowohl politisch als auch medial heiß diskutiert. Dabei kommt die historische Einordnung oftmals zu kurz.

Der Film Lumumba (2000) erzählt die Geschichte des kongolesischen Politikers Patrice Lumumba und rekonstruiert die politischen Umstände des unabhängig werdenden Kongos.

Im Anschluss des Films steht Dr. Médard Kabanda (Dozent, Politik- und Sozialwissenschaftler) für ein Gespräch zur Verfügung, in dem der zentralen Frage „Was hat europäischer Kolonialismus mit der heutigen Flucht von Afrikanern und Afrikanerinnen zu tun?“ nachgegangen wird.

Wann & Wo? 9.12.2017, 19:30 Uhr, Kino im Sprengel, Klaus-Müller-Kilian-Weg , 30167 Hannover

Eintritt: 5,00 Euro, erm. 2,50 Euro

 

Eine Veranstaltung des Eine-Welt-Promotor*innen-Programmes und dem Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. (ADV Nord e.V.) in Kooperation mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V.

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